J.R.R.Tolkiens Mittelerde

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J.R.R.Tolkiens Mittelerde

Beitrag von kevin » So 30. Nov 2014, 12:00

Unglaublich, jetzt bin ich ein jahrelanger Mittelerde Fan und es gibt noch nicht mal einen Thread dazu :cardie:
Da wir ja sowieso immer im Film Fieber sind, was haltet ihr von Peter Jacksons Mittelerde und was erwartet ihr vom Hobbit 3?
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Re: J.R.R.Tolkiens Mittelerde

Beitrag von Johnny » So 30. Nov 2014, 15:22

J.R.R. Tolkien und Douglas Adams sind 1989 gemeinsam in mein Leben getreten und zwar in Form der beiden Radiohörspielboxen von Der kleine Hobbit auf vier und Per Anhalter durchs All auf sechs Cassetten. Das war der Startschuss zum grossen Bücherkauf. Bei Douglas Adams war er leider schon recht schnell beendet, aber bei J.R.R. Tolkien gab es schon seinerzeit viele Möglichkeiten sich von seinem Geld zu trennen, auch über den Büchermarkt hinaus. Schön war und ist bis heute alles aus dem Mittelerdeuniversum, aber für mich kam und kommt noch immer nichts an das, an mein Original heran, besagtes Hörspiel Der kleine Hobbit. Was ich mir bis heute (noch?) nicht gekauft habe, sind die Hörbücher, und das liegt nicht nur an dem Vorleserwechsel.

Von Der Herr der Ringe war ich damals schon recht enttäuscht, zumal das Radiohörspiel richtig teuer war. Auf MC wurde es auf fünf Boxen a drei Cassetten aufgeteilt und die Komplettbox auf CD kostete stolze DM 250,00. Die CDs sind inzwischen längst nicht mehr abspielbar, aber die Cassetten sind noch immer einwandfrei. Von seinen restlichen Werken gab es "nur" Bücher und die meisten davon habe ich auch nur einmal gelesen. So langsam wird es wohl Zeit für ein zweites Mal. ;)

Da sich meine Beisterung für Der Herr der Ringe in Grenzen hielt und J.K. Rowling mit Harry Potter längst mein Herz erobert hatte, machte ich mir über Peter Jackson's Verfilmung nicht allzu viele Gedanken. Vom ersten Teil der Trilogie, Der Herr der Ringe Die Gefährten, wurde ich dann freudigerweise positiv überrascht. Zum ersten Mal habe ich ihn kurz vor Silvester 2001 in Dublin gesehen und musste ihn bei meiner Heimkehr im blutjungen Jahr 2002 gleich noch einmal anschauen. :D
Die beiden restlichen Teile waren mir einfach zuviel Schlachtengemetzel, um sie wirklich gut zu finden, aber das von Peter Jackson erfundene Finale verlieh dem ganzen Abenteuer einen würdigen, gelungenen und schönen Abschluss. :bolian1:

Bei Der Hobbit war ich allerdings von Anfang an sehr besorgt, denn ich wusste ja jetzt, was ich von Peter Jackson zu erwarten hatte, und als der andere Mexikaner des Hasses ins Boot geworfen wurde, hatte ich die Filme für mich bereits abgehakt, denn das hätte ich mir nicht ansehen können. Nach Guillermo del Toro's Ausstieg konnte es wieder nur noch besser werden, auch wenn ich bis heute nicht von der Verjüngungskur für Bilbo und die Zwerge überzeugt bin, war mir klar, dass sie für Peter Jackson's Action und Schlachtengetümmel notwendig war. Warum er allerdings die Szenen mit Bilbo und Gollum in Der Herr der Ringe dann nicht konsequenterweise ersetzt hat, bleibt für mich unverständlich und auch ein Stück weit unverzeihlich. Mit seinen teilweise frei erfundenen Ergänzungen hingegen, bin ich, bis auf den unnötigen Schwachsinn mit den Steinriesen, sehr zufrieden. Auf Die Schlacht der fünf Heere freue ich mich also erwartungsgemäß nur bedingt, denn erstens geht wieder einmal etwas Schönes zu Ende und zweitens ist schon jetzt bekannt und offiziell bestätigt, dass die grosse Schlacht eine Dreiviertelstunde andauern wird. Das wäre mir selbst dann zuviel des Guten, wenn ich auf solche Schlachtengemetzel stehen würde, aber das ist, wie gesagt, nicht der Fall. So gut Peter Jackson's Trilogien auch sind, werden sie in diesem Punkt J.R.R. Tolkien nicht gerecht, und das gewollt, was vermutlich bei dem heutigen Publikum aber auch notwendig ist. Ich persönlich kehre jedoch lieber jederzeit zu Der kleine Hobbit als Hörspiel zurück!

Was ich aber auch recht gerne hin und wieder höre, ist das Der Herr der Ringe Trilogie Filmhörspiel. Ich glaube, ich werde ihm heute abend mal wieder zum Einschlafen lauschen. Da hab' ich jetzt richtig Lust drauf. :)
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Re: J.R.R.Tolkiens Mittelerde

Beitrag von kevin » Mo 1. Dez 2014, 17:56

Ich bin erst durch Peter Jacksons Filme zu Herr der Ringe gekommen. Da ich vorher auch noch kein Bücherleser war, kannte ich die Bücher auch nicht.
Als ich dann Die Gefährten im Kino gesehen haben, war ich sowas von erstaunt. Ich liebte sofort diese Welt die sich für mich aufgetan hat. Sofort musste ich mir die Bücher kaufen.
Die zwei Türme und auch Die Rückkehr des Königs waren echte Highlights für mich.
Ich muss wirklich sagen dass Mittelerde mein leben verändert hat. Mir war auch egal dass Peter Jackson einige dinge anders gemacht hat als in den Büchern, für mich passte es trotzdem.

Als dann das MMORPG Herr der Ringe Online veröffentlicht wurde, war es so toll in diese Welt einzutauchen und selbst Teil der Geschichte von Mittelerde zu sein. Jeden Winkel Mittelerdes zu erforschen und das böse zu bekämpfen war genau so ein Highlight.

Als es Der Hobbit dann endlich ins Kino geschafft hat, waren die Erwartungen natürlich riesig. Anfangs war es wieder wie ein nachhause kommen, ich bekam schon in der Anfangssequenz Tränen in die Augen. Der Film selbst war dann aber doch anders als erwartet. Es war kein schlechter Film, aber er wirkte irgendwie unfertig, es fehlte mir einfach diese Lockerheit, dieses spezielle Flair aus Herr der Ringe. Manchmal hatte ich das Gefühl dass man vieles aus den Filmen einfach nochmals nachgespielt hat, ähnlich wie der Soundtrack, der mich sehr enttäuschte. Vielleicht war der Wandel der Zeit und das weitere erwachsen werden meinerseits das Problem.
Als dann aber die Extended Edition veröffentlicht wurde, hat es wieder gepasst. Die Extended Edition konnte ich sofort akzeptieren und ohne bedenken ins Regal zu den Herr der Ringe Filme stellen.
Smaugs Einöde war für mich von Anfang an eine wohltat, ein Film der für mich fast perfekt in das Mittelerde-Bild passt. Dass er nicht mehr so beliebt wie der erste Teil war, konnte ich nicht verstehen.
Auf Die Schlacht der Fünf Heere bin ich schon fast wieder so gespannt wie damals bei Die Rückkehr des Königs, ich freue mich riesig auf den Film, der Trailer ist auch schon sehr Stimmig, aber es ist halt auch wieder ein Ende in Sicht, ein wohl endgültiges, und das stimmt mich doch etwas traurig, denn dafür liebe ich diese Welt einfach zu sehr.

Weiterhin spiele ich das mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Herr der Ringe Online und erinnere mich gerne an die alte Zeit zurück. Was Bilbo damals erlebte, was Frodo fortgesetzt hat, dass diese kleinen unscheinbaren Hobbits ganz Mittelerde verändert haben.
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Re: J.R.R.Tolkiens Mittelerde

Beitrag von Johnny » Mo 1. Dez 2014, 20:40

kevin hat geschrieben:Ich bin erst durch Peter Jacksons Filme zu Herr der Ringe gekommen. Da ich vorher auch noch kein Bücherleser war, kannte ich die Bücher auch nicht.
Das ist doch die beste Voraussetzung, wenn man das Original nicht kennt!
kevin hat geschrieben:Manchmal hatte ich das Gefühl dass man vieles aus den Filmen einfach nochmals nachgespielt hat, ähnlich wie der Soundtrack, der mich sehr enttäuschte.
Das war einerseits von Peter Jackson so gewollt und andererseits liegt es halt einfach daran, dass Der Hobbit der Anfang von allem ist und Der Herr der Ringe "nur" die Fortsetzung. Wenn man das in verkehrter Reihenfolge filmt, kommt so etwas halt nun einmal dabei heraus. Gestört hat mich das jedoch nicht.
kevin hat geschrieben:...es ist halt auch wieder ein Ende in Sicht, ein wohl endgültiges, und das stimmt mich doch etwas traurig, denn dafür liebe ich diese Welt einfach zu sehr.
Eigentlich wäre da noch genug Material zu verfilmen, aber vermutlich nichts, mit dem Peter Jackson etwas anfangen kann.

Bei Dir hat das Alles so einen liebevollen, aber auch wehmütigen und fast schon nostalgischen Klang. Für mich fühlt es sich gar nicht nach früher, im Sinne von damals, an. Ich muss da schon ein bisschen weiter zurück gehen, von der Mitte der Neunziger an, rückwärts, um so zu empfinden. ;) Wobei die Dinge schon unterschiedlich altern: Dass z.B. der Kinostart von Star Wars Episode III schon fast ein Jahrzehnt zurück liegt, ist schwer zu glauben, bei den ersten drei, vier Generationen der Pokémon Spiele hingegen gar nicht. Denen sieht und spürt man ihr Alter an. :twisted:

Trekkie hat geschrieben:Was ich aber auch recht gerne hin und wieder höre, ist das Der Herr der Ringe Trilogie Filmhörspiel. Ich glaube, ich werde ihm heute abend mal wieder zum Einschlafen lauschen. Da hab' ich jetzt richtig Lust drauf. :)
Nur ein neviges, kleines Detail hatte ich wieder vergessen oder besser gesagt verdrängt: Darth Vader, der hier als Erzähler fungiert, hat in den Teilen 2 und 3 leider vergessen, dass es Sam heisst und nicht Säm. Das mindert das Hörvergnügen leider ein wenig, aber abgesehen davon, ist das Hörspiel wirklich gut. :)
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Re: J.R.R.Tolkiens Mittelerde

Beitrag von kevin » Di 2. Dez 2014, 17:15

Material gibt es definitiv noch genug, aber die meisten Geschichten im Silmarillion sind verdammt schwer zu verfilmen und ich weiss auch nicht ob das eine gute Idee ist diese auf die Leinwand oder den Bildschirm zu bringen.
Allerdings galt Herr der Ringe damals auch als unverfilmbar...die Zukunft wirds zeigen.
Trekkie hat geschrieben:Bei Dir hat das Alles so einen liebevollen, aber auch wehmütigen und fast schon nostalgischen Klang
Genau das ist es.
Als damals Herr der Ringe startete war ich gerade in meiner Selbstfindungsphase. Dann lernte ich schon fast durch Herr der Ringe meine erste grosse Liebe kennen, das hat mich sehr geprägt und mein Leben komplett verändert, zum guten versteht sich.
Deshalb bekomme ich bei dem Thema Mittelerde immer ein fröhliches und ein fast weinendes Auge.

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Re: J.R.R.Tolkiens Mittelerde

Beitrag von Johnny » Di 2. Dez 2014, 22:42

kevin hat geschrieben:Material gibt es definitiv noch genug, aber die meisten Geschichten im Silmarillion sind verdammt schwer zu verfilmen und ich weiss auch nicht ob das eine gute Idee ist diese auf die Leinwand oder den Bildschirm zu bringen.
Allerdings galt Herr der Ringe damals auch als unverfilmbar...die Zukunft wirds zeigen.
Und erschwerend kommt hinzu, dass derzeit rechtlich noch nichts Weiteres zum verfilmen freigegeben ist, aber generell gilt: Wo ein Wille, da ein Weg! Und wenn's Peter Jackson innerhalb der nächsten zehn Jahre wieder zu arg in den Fingern juckt, dann kann's noch mal ganz schnell gehen. ;)
kevin hat geschrieben:Genau das ist es.
Als damals Herr der Ringe startete war ich gerade in meiner Selbstfindungsphase. Dann lernte ich schon fast durch Herr der Ringe meine erste grosse Liebe kennen, das hat mich sehr geprägt und mein Leben komplett verändert, zum guten versteht sich.
Deshalb bekomme ich bei dem Thema Mittelerde immer ein fröhliches und ein fast weinendes Auge.
Dann ist die Filmversion von Der Herr der Ringe also für Dich das, was die ZOO TV/ZOOROPA Ära von U2 für mich ist. ;)
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Re: J.R.R.Tolkiens Mittelerde

Beitrag von Frank » Do 4. Dez 2014, 17:56

Ich bin auch erst durch die Filme zu "Mittelerde" gekommen.

"Herr der Ringe" haben wir auch als Roman im Hause, habe ich allerdings nicht gelesen.

"Der Hobbit" hat mich bisher eher enttäuscht, aber natürlich werde ich mir den dritten Teil auch noch ansehen.
Wie ihr schon gesagt habt; falsche Reihenfolge... :mrgreen:
Wenn man erst die Champions League gesehen hat (HdR), kann man sich danach kaum noch für die zweite Liga (Hobbit) begeistern.

Die drei Soundtracks von HdR besitze ich übrigens auch, und auch in dieser Beziehung fällt der Hobbit deutlich ab.

Gruß, Frank

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Re: J.R.R.Tolkiens Mittelerde

Beitrag von Johnny » Do 4. Dez 2014, 19:49

Frank hat geschrieben:"Herr der Ringe" haben wir auch als Roman im Hause, habe ich allerdings nicht gelesen.
Ist auch recht langatmig.
Frank hat geschrieben:Wenn man erst die Champions League gesehen hat (HdR), kann man sich danach kaum noch für die zweite Liga (Hobbit) begeistern.
Bei den Büchern ist es genau anders herum. Allerdings macht der Der Hobbit in der "neuen" Übersetzung von Wolfgang Krege weitaus weniger Spass.
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Re: J.R.R.Tolkiens Mittelerde

Beitrag von kevin » Sa 6. Dez 2014, 20:24

Echt? Ist der Unterschied in den Übersetzungen so gross?

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Re: J.R.R.Tolkiens Mittelerde

Beitrag von Johnny » Sa 6. Dez 2014, 20:44

Oh ja! Die Übersetzung von Walter Scherf ist zwar etwas ungenauer, aber bedient sich einer wesentlich schöneren, passenderen Sprache. Gut, das mag noch von subjektiver Natur sein, aber u.a. die Wortwahl von Wolfgang Krege ist stellenweise, ganz objektiv richtig übel:


Wackelschlampe! :shock: Taschenlampe? :roll:

Keine Ahnung, was die Verantwortlichen bei dessen Verpflichtung geritten hat und wie sie seine Übersetzung durchwinken konnten! :? Gott sei Dank gibt es Alternativen und so würde ich auch bei Der Herr der Ringe zu Margaret Carroux raten.

Rate mal auf wessen Übersetzungen die Hörbücher basieren! :twisted:
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