Star Trek: The Original Series - S01E13: Kodos, der Henker

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Star Trek: The Original Series - S01E13: Kodos, der Henker

Beitrag von Johnny » Mo 12. Sep 2016, 16:47

Edit durch den Admin, Serieninfos hinzugefügt
Staffel: 1, Episode: 13 (Star Trek: The Original Series 1x13)

Deutsch: Kodos, der Henker
Original: The Conscience Of The King
Erstausstrahlung USA: 8. Dezember 1966
Deutschland: 9. November 1987
Autor: Barry Trivers
Regisseur: Gerd Oswald

Inhalt:
Der Direktor einer Theatertruppe wird verdächtigt, der ehemalige Tyrann Kodos zu sein. Doch alle Zeugen, die ihn enttarnen könnten, werden umgebracht. Als letzter überlebender Zeuge gerät nun auch Kirk in Lebensgefahr.
Quelle: http://thetvdb.com

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Kodos muss William Shatner schwer beeindruckt haben, denn in seinen Romanen ist er ebenfalls vorhanden. Was natürlich auch logisch ist, denn er ist schließlich Teil Kirk's Geschichte. Die Thematik ist moralisch und ethisch aber auch wirklich schweres Kaliber.

Fazit:Vom Unterhaltungswert her ist diese Folge ein echter Anwärter auf die rote Laterne, denn die erzählte Geschichte ist einfach zu schwere Kost um Spaß zu machen, aber hier wird deutlich, was sich Star Trek damals getraut hat und davor kann man nur seinen Hut ziehen. Warp 5
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Re: Star Trek: The Original Series - S01E13: Kodos, der Henker

Beitrag von kevin » Mo 16. Apr 2018, 23:22

Aus aktuellem Anlass Star Trek - Discovery, Band 2: Drastische Maßnahmen habe ich mir gerade die TOS Folge S01E13: Kodos, der Henker angeschaut. Ich habe diese Folge bisher noch nicht gesehen und zuerst den Roman gelesen.

Zuerst fiel mir auf, wie gut Kodos optisch im Roman getroffen wurde. Praktisch genau so wie in dieser TOS Folge habe ich ihn mir vorgestellt. Auch war ich überrascht Thomas Leighton zu sehen. Als er damals als Kind vor zwanzig Jahren, im Gesicht schwer verletzt wurde. Die Ereignisse haben ihn bis heute verfolgt. Ganz anders Kirk, für ihn war das Thema abgeschlossen.
Überrascht war ich dafür, als die Folge ihren lauf genommen hat und Kodos und seine Tochter Lenore Kirk und seiner Mannschaft vorwerfen, ihre Menschlichkeit zu verlieren. Es ist das eine, sich auf technologischen Fortschritt einzulassen. Nicht jeder kann das. Kodos und viele andere wollten das nicht, deshalb lebten sie in einer Kolonie weit entfernt von allem. Aber jemand der rein durch Berechnungen und ohne mit der Wimper zu Zucken, die hälfte einer Kolonie umbringt, ist meines Erachtens weit davon entfernt Menschlich zu sein.
Ich dachte mir erst, vielleicht hat Kodos sich verändert. In zwanzig Jahren kann viel passieren. Vielleicht bereut er seine Tat?
Auch nach zwanzig Jahren wirkt Kodos gefasst und kühl. Ob er den Mord damals genoss? Nein. Aber gemäss seiner Meinung, musste es jemand tun. Genau diese Einstellung hat er auch seiner Tochter weitergegeben.
Also Nein, ich glaube nicht dass Kodos seine Taten bereut.

Zur Folge selbst muss ich sagen, sie wirkt wie ein Theaterstück. Das passt, da Kodos ein grosser Shakespeare Liebhaber ist. Der Roman war aber dann doch Zeitgemässer und moderner geschrieben und war für mich wesentlich einfacher zu lesen als diese Folge zu schauen.

Insgesamt eine gute, wenn auch fordernde Folge. Es hilft ungemein, wenn man mit der Geschichte um Tarsus IV vertraut ist. Ansonsten kann die Folge sein Potential wohl nicht richtig entfalten.
Ich vergebe Warp 7.

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