Star Trek Enterprise fliegt wieder

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Re: Star Trek Enterprise fliegt wieder

Beitrag von kevin » Do 23. Jul 2015, 13:37

Phu, Geschafft. Enterprise Band 6: Der Romulanische Krieg - Die dem Sturm trotzen ist zu ende.

Achtung, es gibt einige Spoiler !!!

Enterprise Band 6 besteht aus fünf teile und spielt zwischen den Jahren 2156-2161

Teil 1, 2156
Cpt.Archer und die Enterprise versuchen verzweifelt neue verbündete für den bevorstehenden Krieg gegen die Romulaner zu gewinnen. Dies geschieht zum einen als bitte an bestimmte Welten und (ganz nobel) als einfache Hilfestellung fremder in Not geratener Schiffe. Egal was passiert ist, die Enterprise hilft großzügig jedem Schiff mit Arznei, Technologie, Verpflegung und Alkohol, in der Hoffnung den Ruf der Koalition und auch den angeschlagenen Ruf Cpt.Archers wieder etwas zu verbessern.
Seine Taten was die Kobayashi Maru betrifft, verbreiteten sich rasend schnell und warf kein gutes Licht auf ihn und die Koalition. Die jetzige Aktion ist also schon fast eine Wiedergutmachung.

Teil 2, 2157-2159
Dieser zermürbende Krieg zwischen den Romulanern und Menschen dauert nun schon eine halbe Ewigkeit. Die Besatzung der Enterprise ist sichtlich gezeichnet, optisch rasant gealtert wie auch Seelisch verwundet, selbst T'Pol geht es an die Substanz. Umso schöner ist es den neu gefundenen Zusammenhalt der Crew zu verfolgen. Der Grossteil der Besatzung steht hinter ihrem Captain und das liest man in jedem Satz zwischen den Zeilen. Ein Funken Hoffnung.

Teil 3, 2160
Um die Erde steht es nicht gut. Die Romulaner haben massiv aufgerüstet und die Erde steht immer noch praktisch alleine.
Wichtige Ereignisse wie die verlorene Schlacht um Deneva wurden einfach übersprungen, und somit ist die Enterprise gegenwärtig zuhause und wird auf der McKinley-Station repariert und aufgerüstet.

Die Spezielle Verbindung die T’Pol mit Trip teilt ist ja schön und gut, aber kann auch beängstigend sein. Die Probleme die daraus entstehen wenn sie zu weit voneinander entfernt sind oder bei Zeitverzerrungen die entstehen wenn man mit hoher Unterlichtgeschwindigkeit reist, können dabei erschreckende Bilder daraus entstehen.

Szenenwechsel zum Mars, plötzlich wird man überrascht von einem gewissen Alexandre Robert Picard der auf dem Mars das Projekt "Blue Horizon“ und für die Erde das Projekt "Grüne Sahara" leitet.
Bestimmte Fragmente aus dem Kuiper-Gürtel die einen hohen Anteil an flüchtigen organischen Verbindungen besitzen werden gesucht und in Richtung entsprechender Planeten gesendet. Sehr interessant das Ganze das ich gerne weiterverfolgt hätte, wäre da nicht noch der Krieg.
Aber typisch Picard, Weltenretter :)
Dummerweise machen die Romulaner davon Gebrauch und es passiert schreckliches, das wieder einmal nur kurz Erwähnung findet.

Und dann beginnt sie, die große Schlacht von Cheron.
Ich muss zugeben, als die Schiere Übermacht der Romulaner langsam auf die praktisch nur menschliche Flotte zufliegt, und Archer und seine Crew sich auf die Schlacht vorbereiten, das gab mir beim Lesen ein richtig komisches Gefühl in der Bauchgegend. Archer bittet Hoshi jede Welt zu kontaktieren und zu warnen, T‘Pol fragt ihn was er damit bewirken wolle, Archer antwortet mit dem ersten Satz eines Gedichts von Dylan Thomas "Geh nicht gelassen in die gute Nacht". "Es wird die nächsten Opfer der Romulaner warnen".
Spätestens jetzt überkam mich Trauer.

Die Schlacht allgemein ist sehr gut beschrieben. Wir springen aber nur zwischen der Enterprise und dem Warbird Dabhae hin und her, alle anderen Schiffe sind praktisch Beigemüse das nicht erwähnenswert ist. Trotzdem konnte ich mir die schreckliche Schlacht Bildlich sehr genau vorstellen.

Teil 4, 12. August 2161
Jetzt ist es soweit Geschichte zu Schreiben. Die Gründung der Vereinigten Föderation der Planeten VFP.
Archer erinnert sich daran dass er das Ereignis schon mal kurz gesehen hat. Daniels ist während der Xindi Krise mit Archer durch die Zeit gereist um diesen Augenblick zu sehen. Sehr schön diese kurze Szene.

Epilog
Teil 5, 11.August, 2186
Kurz und knapp gibt‘s noch den von mir lange gewünschten Abschluss.
Das Ende kann man allgemein als Abschluss der Serie Enterprise bezeichnen auch wenn, wieder mal, viele Fragen offen bleiben.

Schlusswort:
Ohne den Epilog kommen also fünf Jahre in einen Roman zusammen, ist das gut? Ich sag mal, man merkt es der Geschichte an. Vieles wird nur am Rande erwähnt oder bekommt nur eine sehr kurze Aufmerksamkeit, alleine schon die Zeit die dieser zermürbende Krieg dauert hätte man in eine komplette TV-Staffel verpacken können. Verdient hätte er es auch.

Die Geschichte an sich ist super, man hätte dem Krieg gerne noch ein paar Romane mehr geben können, das hätte der Geschichte gut getan und man hätte besser in die Geschehnisse eintauchen können.
Natürlich ist diese Trilogie alles andere als leichte Kost. Die Protagonisten die wir lieben verändern sich hier zusehends, sie sind merklich gealtert und ausgelaugt. Es tut manchmal echt weh sie so zu sehen bzw. zu Lesen, aber das ist nun mal die Geschichte die wir ja alle schon kennen.

Das war er also, Der Romulanische Krieg ist zu ende.
Die Geschichte hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Ich freue mich dass wir endlich eine Geschichte zu diesem Krieg bekommen haben, ich wünschte mir aber man hätte sich mehr Zeit gelassen um besser in die Story einzutauchen. Auch tut mir die Crew der Enterprise immer noch leid. Was die durchmachen mussten wünsche ich keiner anderen Crew. Dies ist zugleich ein freudiger und trauriger Abschluss.
Jetzt beginnen bessere Zeiten.

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Re: Star Trek Enterprise fliegt wieder

Beitrag von Johnny » Do 23. Jul 2015, 18:00

Ich hab' Deinen Beitrag jetzt nur überflogen, um mich nicht allzu sehr zu spoilern und somit den Anreiz zu erhalten mich den Bänden zu gegebender Zeit hinzugeben, aber zwei Dinge sind mir nicht entgangen:
1. Es war ganz schön was los.
2. Begeisterung klingt anders!
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Re: Star Trek Enterprise fliegt wieder

Beitrag von kevin » Do 23. Jul 2015, 18:40

Ich habe nicht zu arg gespoilert, aber bei einpaar ereignissen kann man nicht anders wenn man darüber etwas schreiben will.
Wie der Krieg ausgeht wissen wir ja alle, somit ist Spoiler vielleicht das falsche Wort.

Ja, ich bin immer noch etwas aufgewühlt. Enterprise ist und bleibt meine Lieblingsserie und genau deshalb geht es mir ziemlich nahe...

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Re: Star Trek Enterprise fliegt wieder

Beitrag von Johnny » Do 23. Jul 2015, 18:57

Hm, dann werde ich mir die Romane wohl noch ein wenig länger aufsparen. :roll:
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Re: Star Trek Enterprise fliegt wieder

Beitrag von kevin » Fr 24. Jul 2015, 11:27

Naja, es ist wirklich Ansichtssache. Jetzt ein weiterer Tag später fühle ich mich schon wieder viel besser und ich bin froh habe ich die Reihe gelesen :lol:
Wenn man eine so enge Beziehung zu Enterprise hat wie wir beide, kann es einem halt schon etwas nahe gehen. Das kann man als schlechtes wie auch als gutes Zeichen sehen.

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Re: Star Trek Enterprise fliegt wieder

Beitrag von Johnny » Fr 24. Jul 2015, 16:05

Ich verstehe.
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