Trezone Bericht: Star Trek Beyond

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kevin
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Trezone Bericht: Star Trek Beyond

Beitrag von kevin » Mi 13. Mai 2015, 22:00

trekzone.de hat geschrieben:Star Trek Beyond
Ist die letzte Grenze schon erreicht?

Seitdem J.J. Abrams mit "Star Trek" 2009 der Kinoreihe zu neuer Popularität verholfen hat, läuft es nicht mehr ganz rund im Fandom. Die Gründe dafür wurden schon öfter zur Sprache gebracht: zu große Gewichtung auf die Action und die Effekte, billige technische Gimmicks, um die Geschichte vorwärts zu bringen, ständige Lichtreflektionen sowie unglaubwürdige Charaktere.

Jetzt steht 2016 das 50-jährige Jubiläum des Franchises an und Paramount hat den Starttermin für den nächsten Film mit der neuen Besetzung schon auf dieses Jahr gelegt. Aus finanzieller Sicht ergibt das natürlich Sinn, weil so ein Jubiläum einen größeren Werbeeffekt hat, als wenn einfach "nur so" wieder mal ein "Star Trek"-Film ins Kino kommt. Wie mittlerweile jeder weiß, arbeitet J.J. Abrams aktuell an der Wiederbelebung eines anderen "Star"-Franchises, wodurch er als Regisseur für diesen Film ausfällt. Durch diese Nachricht ging ein Aufatmen durch die Reihen der Fans des "klassischen" "Star Trek". Als der Ersatz für ihn bekannt wurde, waren die Begeisterungsstürme eher verhalten: Roberto Orci, der bereits an den Drehbüchern der ersten beiden neuen Filme gearbeitet hatte, sollte das Ruder übernehmen. Kein gutes Omen, wenn man als Fan auf Veränderung gehofft hatte. Erschwerend kam auch noch hinzu, dass Orci keinerlei Regieerfahrung mit einem derartigen großen Filmprojekt hat.

Mit Nachrichten aus dem Internet, dass er Fan des klassischen Trek sei und Vertreter der alten Werte, sammelte er dann erste Pluspunkte. Er äußerte auch, dass er eine originellere Geschichte wolle, wogegen auch nichts einzuwenden war. Dann war eine ganze Weile nichts zu hören oder zu lesen. Es kam der 4. Dezember 2014: auf einmal ging die Info durchs Netz, dass Orci zurückgetreten/gefeuert worden war, da Paramount weder mit ihm als Regisseur noch mit dem Drehbuch zufrieden war. Klare Aussagen gab es von keiner der beiden Seiten, nur dass Orci wohl als Produzent weiterhin dabei wäre. Stellt sich natürlich die Frage: Wenn ich gerade als Regisseur und Autor entlassen worden bin − wie motiviert arbeitet man dann als Produzent? Innerhalb kürzester Zeit machten verschiedene Namen die Runde, die als Ersatz einspringen sollten. Edgar Wright ("Shaun of the Dead") hat schon mehrmals mit "Scotty" Simon Pegg gearbeitet und besitzt unter Filmfans einen sehr guten Ruf, da er sich für Genrefilme begeistert und viel Wert auf Charaktere legt. Er wäre eine gute Wahl gewesen, wurde es aber nicht. Rupert Wyatt ("Planet der Affen: Prevolution") hatte erst bewiesen, dass er sowohl mit einem Science-Fiction-Thema als auch mit seinen Charakteren gut umgehen kann. Auch er erhielt den Posten nicht. Morten Tyldum ("The Imitation Game") kann zwar noch keinen großen Blockbuster vorweisen, mit seiner Zusammenarbeit mit "Khan" Benedict Cumberbatch hat er jedoch einen qualitativ hochwertigen Oscar-Kandidaten vorgelegt. Ein Oscar-nominierter beziehungsweise vielleicht sogar mit einem Oscar ausgezeichneter Regisseur macht sich einfach gut auf dem Papier. Und wieder blieb es nur ein Name auf einer Liste. Daniel Espinosa ("Safe House") stand ebenfalls zur Debatte. Gerade mit diesem Film hatte er einen mitreißenden Action-Thriller vorgelegt, der seine Charaktere nicht vernachlässigte. Er wäre bestimmte keine schlechte Wahl gewesen. Duncan Jones ("Moon", "Source Code") hatte mit seinen Ausflügen in die Science-Fiction gezeigt, dass intelligente Geschichten nicht unbedingt ein gigantisches Budget brauchen. Leider ist er noch mit der Post-Production von "Warcraft" beschäftigt, wodurch er nicht zur Verfügung stand.

Dann kam er: Justin Lin. Mit dem 3., 5. und 6. Teil der "Fast and Furious"-Reihe hat er sich einen Namen als Action-Regisseur gemacht. Ohne Vorurteile haben zu wollen sind diese Filme aber nicht gerade für ihre humanitäre Botschaft oder ihre Oscar-verdächtigen Drehbücher bekannt. Man kann nur hoffen, dass "Star Trek 3" dadurch nicht noch mehr zu einem oberflächlichen Actionspektakel verkommt.

Wie jetzt auch bekannt geworden ist, sind die beiden Autoren J. D. Payne und Patrick McKay, die mit Roberto Orci zusammengearbeitet haben, ebenfalls entlassen worden. Der Ersatz gibt jedoch Grund zur Hoffnung: "Star Trek"-Fan Simon Pegg soll zusammen mit dem eher unbekannten Doug Jung das Drehbuch schreiben. Pegg hat bereits Erfahrung als Drehbuchautor und ist mit der Materie vertraut. Das ist etwas, was man von Justin Lin nicht weiß. Wie steht er zu "Star Trek"? Verbindet er persönlich etwas oder ist der Regiestuhl nur ein gut bezahlter Job?

Als Fan kann man nur hoffen, dass "Star Trek 3" nicht wie "X-Men − Der letzte Widerstand" endet: zwar finanziell erfolgreich, aber dank kurzfristig eingesprungenem Regisseur und ständigem Umschreiben des Drehbuchs bei vielen Anhängern der Comicverfilmungen als sehr schwacher Film angesehen, der lieblos mit seinen Charakteren umgeht. Einer der Gründe dafür war auch der bereits festgelegte Starttermin durch das Filmstudio. Eine ähnliche Situation liegt auch beim neuesten Beitrag der "Star Trek"-Reihe vor. Der Starttermin steht bereits. Hoffentlich wird das kein Stolperstein auf dem Weg zu einem qualitativ hochwertigen Film, der Fans und Studio gleichermaßen glücklich macht.
Ganz ehrlich, mich macht dieser Beitrag ziemlich stinkig. Eine eher negative Anschauung der letzten paar Monate. Alleine schon die Einleitung passt hinten und vorne nicht in die aktuellen Kinofilme, sondern mehr zu jemandem der nicht möchte dass "sein" StarTrek sich nicht weiterentwickelt.
Ich glaube kaum dass Lensflares (J.J.'s Markenzeichen, dass so einfach in seine Filme gehört) zur aktuellen negativen Stimmung beigetragen haben. Und sorry aber unglaubwürdige Charaktere sind das ganz und gar nicht. Die Charaktere in den letzten beiden Star Trek Filme sind mit das beste was das moderne Blockbuster-Kino zu bieten hat. So eine Harmonie findet man heute selten.

Allgemein wird hier alles sehr negativ gesehen, alles ist schlecht, JJ war schlecht, Roberto Orci erst auch bis er sich (zum hundertsten male) als Fan geoutet hat, Justin Lin ist schlecht...hallo? Fafu? Familie? Simon Pegg als Writer ist ok, aber nein, da ist ja noch der unbekannte Doug Jung, kennen wir nicht, ist bestimmt kein Fan, also Drehbuch auch schlecht. Laut dem Bericht scheint der neue Star Trek so oder so schlecht für die Fans zu werden. Ihm wird nicht mal die Chance gegeben sich erst mal zu zeigen. Man hält weiterhin zu fest am alten fest.
Was wäre wenn Jonathan Frakes plötzlich den neuen Star Trek machen würde? Für die Fans ein Traum. Aber was wenn der Film dann Grottig ist und so richtig floppt? Wer ist dann der Böse?

Wo ist denn hier der Gedanke den uns das klassische Star Trek Jahzehntelang vermittelt hat? Sich auf was neues einlassen, optimistisch in die Zukunft blicken, Veränderungen mit offenen armen aufnehmen...

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